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Hiddensee-Bücher

NEU: Ein Jahrhundert Inselphotographie

Auf 252 Seiten ist die Geschichte von Max Ebel, Ilse Ebel und Maya Löffler mit insgesamt 278 Photographien kombiniert. Es ist die Geschichte der drei Inselphotographen von 1910 bis zum Jahr 2009.

„Drei Photographen - ein Jahrhundert: Von den großen Aufbrüchen der Lichtbildnerei in der ersten Hälfte des Jahrhunderts über die technischen Raffinessen in den Hochzeiten der Photographie, in seiner Mitte, bis zum Finale der volkseigenen Knipskunst und zur Gegenwart der digitalen Aufnahmen, an seinem Ende, reicht der Bilderreigen. Man durchblättert das Buch mit Staunen, etwa so, als durchwandle man eine Ausstellung, in deren Mittelpunkt natürlich stets die Insel ist, das süße Ländchen als Medium des Beständigen, aber auch im Wandel der Zeiten, der Technik und unseres Wissens über beides.“ (Tilo Köhler)

Preis: 24,95 €
ISBN: 978-3-00-037350-3

Erste Auflage April 2012

Zu bestellen bei:
Marion Magas - Rund ums Wort
Tel.: 0160 / 3 28 74 84 oder
mmagas@snafu.de

 

„Wenn man ans Meer kommt, soll man zu schweigen beginnen...“

So beginnt eines der schönsten Gedichte Erich Frieds. Sicher hat er, als er es schrieb, nicht an Hiddensee gedacht, aber ich, seine Leserin, denke immer an die Insel, wenn ich dieses Gedicht lese.
Daß Kunst die unterschiedlichsten Assoziationen und Gefühle in uns auszulösen vermag, wissen wir. Aber warum es so ist, bleibt ein Mysterium. Im Angesicht des Meeres soll man „aufhören sollen“, schreibt Fried, und „nichts mehr wollen wollen. Nur Meer.“
Für viele Menschen, die alljährlich die Ostseeinsel besuchen, stellt sich genau dieses Gefühl ein, sobald sie an einem der Insel-Häfen ankommen. Der Puls verlangsamt sich. Der Alltagsstreß bleibt zurück auf dem Festland.
Aber nicht nur das Meer, „die Seele der Erde“ (Arnold Zweig), ist der Grund für die innere Befriedung, auch das Aufeinandertreffen von Land und Wasser, das Spiel der Gezeiten, das, obwohl vertraut, Respekt einflößt.

Ich sehe mich als kleines Mädchen in den Sommerferien bei Sonnenaufgang mit Traute Hübners verbeulter Aluminiumkanne zur Molkerei in Vitte gehen, um ihre Milch abzuholen. Unter den Sohlen meiner Sandalen knirscht der grobkörnige Kies. Das Geräusch schneidet in die morgendliche Inselstille, so daß die Kühe auf der Weide mir neugierig ihre Köpfe zuwenden. Das war in den 50er Jahren. Hiddensee, die stille Insel, ist heute nicht mehr ganz so still, aber immer noch eine der stillsten Inseln Europas.
Ich erinnere mich an das Rote Holzhaus in Vitte, an der Kreuzung zwischen Norder- und Süderende, das meine Eltern Photobaracke nannten. Dort kauften die Hiddensee-Freaks ihre schwarz-weißen Ansichtskarten. Nicht am Zeitungskiosk.
Man schickte seinen Lieben diese Karten, die, mit Bedacht ausgewählt, keine glücklichen FDGB-Urlauber abbildeten, sondern das Aus-der-Zeit-Gefallen-Sein der Insel.

Aufnahmen von Windflüchtern, verkrüppelten Kiefern, ins Inselinnere gewachsen; von Sturmfluten in den 50er Jahren; von der Hucke; dem Inselblick, auf dem Hiddensee sich im Meer räkelt, rechts die Ostsee, links der Bodden, am Horizont die Türme von Stralsund. Aufnahmen vom altehrwürdigen Leuchtturm mit seiner roten Kappe, von wehender Wäsche im Ostseewind auf Neuendorfs Wiesen, von der Lietzenburg, von knarzigen Fischern beim Netzeflicken, von Sonnenuntergängen, betrachtet durch angeschwemmtes Wurzelgeflecht, von kunstvollen Strand-Trutzburgen aus Treibgut am Bessin, von irritierten Kuhherden auf den Salzwiesen, von Schwalbennestern unter Reetdächern, sonnendurchfluteten Sanddornhecken, Fischreihern, Möwen und einsamen Strandpassagen.

Die Inselphotographen: Das waren nicht die, die auf die Insel kamen, um zu photographieren, das waren die, die als Photographen auf der Insel lebten: Max Ebel, Ilse Ebel, seine Tochter und Maya Löffler, deren Nachfolgerin.
So viel auch schon über die Insel publiziert worden ist, diese Menschen und ihre Photos standen noch nie im Fokus eines Hiddenseebuches. Daß dieser Schatz nun endlich gehoben wurde, ist Marion Magas zu danken, Autorin und Inselführerin.
Eine Insel im Wandel der Zeit und Gezeiten: gesehen im Laufe eines Jahrhunderts durch drei Augenpaare und verschiedene Linsen.
Barbara Thalheim, März 2012

Künstler auf Hiddensee

Es ist eine Auswahl von Künstlerbiographien zusammengestellt, für die Hiddensee im 20. Jahrhundert ein Anziehungspunkt gewesen ist.

Im Bildteil sind: 100 historische Photographien, 8 Graphiken und 24 Reproduktionen von Gemälden und Zeichnungen.

Preis: 19,80 €
ISBN: 978-3-00-030737-9

Erschienen 2010

Zu bestellen bei:
Marion Magas - Rund ums Wort
Tel.: 0160 / 3 28 74 84 oder
mmagas@snafu.de

HIDDENSEE -
versteckte Insel im verschwundenen Land

DDR-Zeitzeugnisse von Inselfreunden und Lebenskünstlern

Neue und erweiterte Auflage

Cover: HIDDENSEE - versteckte Insel im verschwundenen Land

304 Seiten, 3 Reproduktionen von Ölbildern, 168 photografische und 3 grafische Abbildungen.
21 Autoren haben 39 kleine und größere Hiddenseegeschichten aus den Jahren 1950 bis 1990 aufgeschrieben, zwei Lyriker haben einige Gedichte geliefert.
Preis: 24,95
ISBN 3-00-018132-6

Erschienen als veränderte und erweiterte Auflage 2010

Zu bestellen bei:
Marion Magas - Rund ums Wort

"HIDDENSEE - versteckte insel im verschwundenen Land" ist eine Liebeserklärung an eine einzigartige Landschaft.
Diese winzige Ostsee-Insel, mit dem Gesicht zum Meer und dem Rücken zum Bodden, diese kleine Schwester Rügens, hat zu Zeiten der DDR ein ganz besonderes Image entwickelt. Hiddensee, das waren nicht enden wollende Sommer mit langen Tagen und kurzen Nächten. Das waren unerlaubte Feuer am Strand mit Leuten, die sich jedes Jahr hier trafen, um sich frei zu fühlen. Hiddensee, das waren schreibende Kellner, denen beim Servieren der nächste Vierzeiler über das Tablett huschte. Künstler, Maler, Prominente, die alle gleich nackt am Strand nach Muscheln suchten, nach Bernstein, nach der verlorenen Zeit oder dem verlorenen Glauben bei einem sehnsüchtigen Blick zur anderen Uferseite - nach Moen, dem anderen Leben, der anderen Welt.

Hier lebte die Absurdität der kleinen DDR, ohne sich um die große deformierte Politik zu kümmern. Hier konnte es geschehen, daß jemand nicht mehr auf die Insel kam, weil er im Westen war, auf jener anderen Seite. Hier konnte es geschehen, daß man sich am Morgen Uwe Johnson vorlas und am Abend bei Knoblauch und Wein über Gorbatschow stritt. Hiddensee war Intellektuellenreservoir und Künstlerkolonie in einem - gern romantisiert und besungen.

Einen Hauch von damals, als man noch nach Hiddensee kam, um auszubrechen, will dieses Buch bewahren. In Erinnerungen einiger der damaligen Protagonisten, in Portraits und in Texten, die die Insel bedichten, kann man das Lebensgefühl wiederfinden, aber auch die Bedeutung der Insel für Künstler und Intellektuelle in der DDR nachempfinden. Und natürlich ist dieses Buch eine Hommage an die Hiddenseer, an diejenigen, die auch in den harten Wintern bei ständigem Wind auf der Insel bleiben und durch deren ganz besonderen Humor und deren ganz eigene Wesensart die Insel das ist, was sie ist.

Der Unterschied zur Erstauflage »: Bis auf wenige Grafiken ist das Bildmaterial vollständig ausgetauscht und erweitert worden. Momente des 1. Mai 1976 und des Katastrophenwinters 1978/1979 werden als Bildgeschichten gezeigt. Sechs neue Geschichten sind zu lesen.

HIDDENSEE -
Inselgeschichten aus einer anderen Zeit

DDR-Zeitzeugnisse von Inselfreunden und Lebenskünstlern II

Cover: HIDDENSEE - Inselgeschichten aus einer anderen Zeit

288 Seiten, 4 Reproduktionen von Ölbildern, 102 photografische und 9 graphische Abbildungen.
29 Autoren haben 37 kleine und größere Hiddenseegeschichten aus den Jahren 1940 bis 1991 aufgeschrieben, drei Lyriker haben einige Gedichte geliefert.
Preis: 19,80 €
ISBN 978-3-00-023780-5

Erschienen 2008

Zu bestellen bei:
Marion Magas - Rund ums Wort

Tel.: 0160 / 3 28 74 84
oder 03 83 00 / 431
mmagas@snafu.de

"Hiddensee - Inselgeschichten aus einer anderen Zeit" erzählt Geschichten aus einem Land, das es so nicht mehr gibt.

Ähnliches ist auch in "Hiddensee - Versteckte Insel im verschwundenen Land" zu lesen, dem Vorgänger des Buches, das Sie gerade in den Händen halten. Während dort die siebziger und achtziger Jahre ins Zentrum gerückt sind, ist hier nun der Bogen ein wenig weiter gespannt.

Die Erlebnisberichte beginnen in den vierziger Jahren. Es gibt bisher Unbekanntes aus den Fünfzigern und Sechzigern zu lesen und auch die Siebziger und Achtziger sind wieder mit Geschichten vertreten. Viele von ihnen lassen schmunzeln, weil Absurdes liebevoll berichtet wird. Könnten Sie sich vorstellen, eine Diplomprüfung am Strand abzulegen, vor der Sandburg eines Professors? Oder mußten Sie schon mal auf der Flucht vor der im Sperrgebiet eingesetzten Amtsperson aus Ihrem Urlaubsquartier in die Büsche flüchten? Können Sie sich den 1. Mai auf Hiddensee aus der Vogelperspektive vorstellen? Die einzige Straße der Insel unter strahlend blauem Himmel mit Menschen, vereinzelt oder gruppenweise Richtung "Heiderose" marschierend - und am Bessinstrand Einwohner und Gäste, ihre nackten Brüste mit Nelken geschmückt? Auf beiden Seiten ein schöner Feier-Tag. Aber ebenso wird auch die Zäsur, die der Mauerbau 1961 darstellte, und die auch auf Hiddensee ihre Spuren hinterließ, immer wieder spürbar. Von da an nämlich wurde die DDR für die in ihr lebenden Menschen zwangsläufig zum Lebensmittelpunkt - im ganzen Land entstand eine Art Inselbewußtsein. Dadurch etablierte sich die Grundstruktur einer Identität. Es kam zu einer Aufwertung von Heimatgeschichte.

Schon im Kind sollte die Liebe zur Heimat und zur Natur geweckt werden. Der im Heimatkundeunterricht vermittelte Heimatbegriff förderte ein Stückchen Erdverbundenheit zutage, mit dem der Einzelne sich aufs engste verwoben fühlen sollte. Heimat mußte jedoch nicht mit dem Geburtsort identisch sein, viele definierten mit diesem Begriff eher ihren sozialen Lebensbereich.

Bei einem Teil der Bewohner der 'Insel-Heimat' DDR entwickelte sich ein Gefühl des Zurechtkommens, bei anderen eines der Zerrissenheit. Das Gegebene wurde in Frage gestellt, nach einer anderen Wirklichkeit wurde gesucht. Manch einer fand sie in der Privatsphäre, manch einer im Dagegenhalten, manch einer, indem er sich eine Nische suchte und manch einer eben auf Hiddensee.

Mit den hier zusammengetragenen Begebenheiten soll anhand persönlicher Erlebnisse eine DDR gezeigt werden, die mit ihrem Verschwinden eine Menge Diskussionen ausgelöst hat. Geblieben sind Geschichten, die der Vergangenheit angehören. Geschichten, die sich auch auf Hiddensee zugetragen haben.

Die unverwechselbaren, ganz persönlichen Lebensmomente sollen neugierig machen, im heiteren Erzählstil Schwächen bloßstellen, Identität zurückholen oder sich einer neuen Realität stellen.

Wie sich die MALWEIBER
die Ostseeküste eroberten

Cover: Malweiber

80 Seiten, 107 Abbildungen (historische Photos, Aquarelle, Grafiken)
Preis: 14,95 €

Erschienen 2008 / zweite Auflage 2010

In dem Buch werden 17 Frauen, bekannt als die sogenannten Malweiber portraitiert. Es werden Wege nach Ahrenshoop und nach Hiddensee aufgezeigt und vergessene Schicksale wieder ins Bewußtsein gerufen.

Auf den Wegen der Malweiber jeweils einmal die Woche Führung durch die nördliche und südliche Insellandschaft.

HIDDENSEE -
versteckte Insel im verschwundenen Land

DDR-Zeitzeugnisse von Inselfreunden und Lebenskünstlern

Cover: HIDDENSEE - versteckte Insel im verschwundenen Land

215 Seiten mit 70 Photos und 3 Abbildungen
36 Texte und 5 Gedichte von 18 Autoren
Preis: 14,80 Euro
ISBN 3-00-018132-6

Erchienen 2006

Vergriffen!
Eine veränderte und erweiterte Auflage » ist erhältlich.